Vom 20. bis 23. März 2025 fand in den Eulachhallen die WOHGA 2025 statt – die Messe für Wohnen, Bauen und Garten. Jährlich zieht sie über 15’000 Besuchende an, die auf einem Rundgang rund 120 Ausstellende besuchen können. Fachpersonen aus unterschiedlichsten Bereichen informieren, beraten und präsentieren Lösungen zu aktuellen Fragen rund ums Eigenheim. Unter den Ausstellenden waren sieben Mitglieder von energie bewegt winterthur vertreten. Als lokale Fachbetriebe zählen sie zu den Vorreitern in den Bereichen erneuerbare Energien und innovative Baumethoden. Begleiten Sie uns auf einen Rundgang durch die WOHGA 2025.
Gleich zu Beginn der Halle 1 fällt der Stand der Erwin Peter Holzbau AG auf: Der Duft von frischem Holz, Zimmerleute in traditioneller Zunftkleidung und ein durchdachter Aufbau schaffen eine einladende Atmosphäre. „Es läuft gut“, sagt Erwin Peter, ehemaliger Geschäftsführer und Gründer des Unternehmens, mit einem Lächeln. „Wir haben schon einige spannende Gespräche geführt.“ Neben Holzproben wird ein Modellhaus gezeigt, das den Aufbau einer energetisch sanierten Gebäudehülle veranschaulicht. Besonderes Interesse weckt auch die Möglichkeit, Dämmung und Schallschutz mit Moos umzusetzen – eine clevere Lösung, die zum Weiterdenken anregt.
Von Sanieren bis Neubau: ebw-Mitglieder zeigen nachhaltige Lösungen an der WOHGA 2025
20.03.2025 - Rund 15’000 Besuchende strömten vom 20. bis 23. März 2025 in die Eulachhallen zur WOHGA – der Messe für Wohnen, Bauen und Garten. Mitten im Geschehen: Sieben Mitglieder von energie bewegt winterthur, die als lokale Vorreiter für erneuerbare Energien und innovative Bauweisen überzeugten. Ein Rückblick auf einen inspirierenden Messeauftritt.

Direkt gegenüber empfängt die Jaeggi Gmünder Energietechnik AG mit einem offenen Standkonzept inklusive Bar. Gezeigt wird die gesamte Bandbreite moderner Gebäudetechnik: Wärmepumpen, Solaranlagen, Batteriesysteme und neu auch eine smarte Ladestation für E-Autos. Diese ist mit der Software smart-me vernetzt, wodurch Energiedaten in Echtzeit überwacht und Überschüsse gezielt gesteuert werden können. „Was unterscheidet euch von anderen Anbietern?“ fragt ein Besuchender. Simon Gmünder antwortet ohne zu zögern: „Wir vereinen verschiedenste Kompetenzen im eigenen Haus – von Energietechnik über Elektrotechnik bis hin zu Zimmerei, Sanitär, Solar- und Heizungsmontage. Wir beraten nicht nur – wir planen, installieren und warten auch alles selbst.“ Die breite Fachkompetenz hinterlässt einen starken Eindruck - ein Vorteil, der bei der Kundschaft gut ankommt.

Auch bei der CKW steht integrierte Energietechnik im Mittelpunkt. Der Stand lädt zum Erkunden ein: Wärmepumpe, Solartechnik und E-Mobilitätslösungen werden nicht nur präsentiert, sondern aktiv erklärt. Deutlich wird: CKW denkt nicht in Produkten, sondern in Gesamtlösungen – im Einklang mit der Messephilosophie erleben, verstehen, umsetzen. Besonders auffällig ist die Offenheit, mit der auf individuelle Fragen eingegangen wird – ein Element, das sich bei allen ebw-Mitgliedern wie ein roter Faden durchzieht.
In Halle 2 empfängt Peter Kobelt, Geschäftsleiter der Kobelt Energie GmbH. Sein Stand zeigt anhand von Bildern an der Wand den gesamten Sanierungsprozess – von der ersten Beratung über die Installation bis zur Zertifizierung, die für kantonale Förderbeiträge erforderlich ist. Eine farbig markierte Frischwasserstation mit Schichtspeicher und eine Enthärtungsanlage ziehen die Blicke auf sich. „Die Frischwasserstation ist besonders effizient, weil es kaum stehendes Wasser gibt“, erklärt Kobelt. Auch eine Erdwärmesonde wird präsentiert. Warum eine Messe für ihn trotz Digitalisierung wichtig ist? „Weil Vertrauen im persönlichen Kontakt entsteht – und das ist entscheidend für jedes Projekt.“

Ähnliches bestätigt auch Claudio Privitera, Geschäftsführer der Kurz Renovations AG, der seinen Stand unweit aufgestellt hat. Sein Unternehmen ist auf Fassadenrenovationen spezialisiert. Mit einer Schaumodellwand werden die verschiedenen Schichten einer Fassade veranschaulicht – ein effektives Mittel, um Kund:innen komplexe Bauprozesse verständlich zu machen. Als sympathisches Detail verteilt er zudem leuchtend orange Knetbälle, die sinnbildlich für das Motto stressfrei bauen stehen sollen. „Wir wollen unseren Kund:innen dieses Gefühl vermitteln – eine ruhige, lösungsorientierte Zusammenarbeit ohne Hektik“, sagt Claudio Privitera mit einem Lächeln. Die Idee kommt an – sie bleibt hängen und sorgt für Gesprächsstoff.


Am Ende des Rundgangs trifft man auf die Energiewendegenossenschaft Winterthur. Sie realisiert Solaranlagen gemeinsam mit Freiwilligen. "Bei uns können Menschen mithelfen, die Energiewende aktiv mitzugestalten - unabhängig davon, ob sie ein Dach besitzen", erklärt Lukas Baumgartner, CO-Geschäftsführer. Die Initiative zeigt, wie die Energiewende als Gemeinschaftsprojekt funktionieren kann.
Ebenfalls mit dabei: der Verein energie bewegt winterthur – gemeinsam mit der Non-Profit-Organisation myblueplanet und dem Kleidergeschäft rework. Am gemeinsamen Stand begrüssen vier farbenfroh eingekleidete Schaufensterpuppen. Die Kleider wurden aus recycelten Materialien von rework hergestellt. Eine Puppe trägt Handwerkerkleidung und trägt in den Armen ein Schild, auf dem steht “Energie-Profis finden?” Wenn man den QR Code scannt, kommt man auf die ebw.ch Seite, auf der man lokale Fachbetriebe und Ansprechpartner für Bauprojekte findet. Weitere Puppen werben mit den Slogans „Bereit, Zukunft zu bewegen?“ oder „Energiewende mitgestalten?“ – und regen zum Mitmachen an. Am Stand können Besuchende ausserdem an einem Gewinnrad drehen und Mitgliedschaften sowie Gutscheine gewinnen. Unter dem Motto mehr action fürs Klima wird aufgezeigt, wie jede:r einzelne zum Klimaschutz beitragen kann – konkret, alltagstauglich und gemeinschaftlich.


Die WOHGA 2025 war für energie bewegt winterthur eine einzigartige Gelegenheit, mit Interessierten ins Gespräch zu kommen. Die Mitglieder überzeugten nicht nur mit innovativen Produkten, sondern auch mit Fachwissen und wertvoller persönlicher Beratung. Wer durch die Hallen schlenderte, konnte erleben, wie lokale Beiträge zur Energiewende aussehen können.
